FDP will bayerische Wirtschaft für die Versorgung mit seltenen Rohstoffen sensibilisieren
01.09.2011München (lp). „Die Diskussion um den Umstieg auf die längerlebigen, aber deutlich teureren Energiesparlampen zeigt: Die Rohstoffstrategie der FDP ist richtig, vorausschauend und trifft den Nerv der Zeit“, sagte Karsten Klein, Fraktionsvize der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag am Donnerstag anlässlich des Verkaufsendes der klassischen 60-Watt-Glühbirne.
Die bayerische Wirtschaft benötige, betont Klein, insbesondere für Zukunftstechnologien hochwertige und zum Teil sehr seltene Metalle und Mineralien. Komme es bei der Gewinnung oder beim Handel mit diesen Rohstoffen zu Engpässen, könne dies die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft gefährden.
„Die Bayerische Staatsregierung und die FDP-Fraktion haben die Zeichen der Zeit erkannt und stellen sich schon länger den Herausforderungen. Wir entwickeln Handlungsoptionen für eine nachhaltige Sicherung der Rohstoffversorgung bayerischer Unternehmen. Wir müssen die Bayerischen Unternehmen für das Thema Rohstoffversorgung sensibilisieren und bei ihrer Sicherung unterstützen“, so der FDP-Politiker wörtlich.
Die FDP-Fraktion habe dazu bereits diverse Gespräche mit Experten und Unternehmen auf Landes- und Bundesebene geführt und Anträge im Bayerischen Landtag eingebracht. Dabei gehe es u.a. um die Entwicklung neuer Recyclingkonzepte und die Grundlagenforschung eines effizienteren Rohstoffeinsatzes sowie um die Forcierung von Rohstoffsubstitutionen. Der Bund müsse sich seinerseits dafür einsetzen, Handelsbedingungen zu schaffen, die die Rohstoffmärkte international offen halten.
Klein weist darauf hin, dass man sich als Freistaat aber nicht alleine auf den Bund verlassen werde und dass die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP, Nürnberg) Anfang nächsten Jahres eine Delegationsreise nach Kasachstan zum Thema Rohstoffversorgung unternehmen werde. „Ein weiteres wichtiges Standbein der FDP-Rohstoffstrategie ist die Einrichtung des Fraunhofer-Zentrums für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie in Alzenau bei Aschaffenburg. Der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, Martin Zeil, wird am kommenden Montag die Einweihung vornehmen. Mit diesem Zentrum gehen wir in der Rohstofffrage einen entscheidenden Schritt nach vorne“, hält Klein fest.