PM Uni Wü
25.10.2011Ein Riesenkraftakt
Der doppelte Abiturjahrgang hat die Hochschulen in Bayern erreicht. Welche Konsequenzen dies für die Universität Würzburg hat – darüber hat sich der FDP-Landtagsabgeordnete Karsten Klein im Gespräch mit Unipräsident Alfred Forchel informiert. Der Besuch bildete gleichzeitig eine Rückkehr zu alten Wurzeln: Im Studentischen Konvent hatte Klein vor rund zehn Jahren seine Karriere als „Hochschulpolitiker“ gestartet.
„Ein Riesenkraftakt auf Landesebene und vor Ort“: Das war nach Ansicht von Karsten Klein das Ausbauprogramm der bayerischen Landesregierung für Bayerns Hochschulen und Universitäten. Mit dem Programm hatte der Freistaat auf die Einführung des achtjährigen Gymnasiums und die Tatsache reagiert, dass damit in 2011 gleich zwei Jahrgänge von Abiturienten sich für ein Studium einschreiben können.
Und weil solch ein Kraftakt „selten reibungslos verläuft“, war Klein an die Uni Würzburg gekommen, um sich dort von Präsident Alfred Forchel persönlich über die aktuelle Lage an der Uni informieren zu lassen. Von der Erweiterung auf den Hubland-Campus Nord bis zur Sanierung der Mensa, von der Wohnungssituation in Würzburg bis zur Verwendung der Studienbeiträge, von der Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen bis zu familienfreundlichen Strukturen blieb dabei kein Thema unerwähnt, das aktuell die hochschulpolitischen Diskussionen bestimmt.
Die Ergebnisse des Ausbauprogramms
„Es war wichtig und richtig, dass der Freistaat Bayern das Ausbauprogramm aufgelegt hat“, sagte Alfred Forchel. Damit sei die Universität Würzburg in die Lage versetzt worden, den Studierenden ein attraktives Angebot machen zu können. Zu diesem Angebot gehören die neuen Gebäude auf dem Campus-Nord wie auch Neubauten auf dem alten Campusgelände und am Wittelsbacherplatz. Vor allem das neue Hörsaalgebäude erhält viel Lob vom Unipräsidenten. Es sei das schönste Gebäude auf dem Campus, auf dem neuesten technischen Stand, mit sehr guten Arbeitsbedingungen in den Seminarräumen und Hörsälen.
Trotzdem erinnerte Forchel daran, dass die Uni und der Freistaat jetzt nicht ihre Anstrengungen einstellen könnten, den Studierenden attraktive Bedingungen zu bieten. „Wir erwarten das Maximum der Studierendenzahlen in drei bis vier Jahren“, sagte Forchel. Deshalb seien auch weiterhin „viele feinabgestimmte Schritte“ erforderlich, um die nicht immer einfache Situation zu bewältigen.
Damit stieß er bei Karsten Klein auf offene Ohren. Dessen Fazit zu den Veränderungen in Würzburg: „Es ist enorm, was in den vergangenen Jahren auf dem Campus alles passiert ist.“
Zur Person
Kasten Klein, geboren 1977 in Aschaffenburg, hat von 2000 bis 2005 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Betriebswirtschaftslehre studiert. Bis 2008 war er in einem mittelständigen Unternehmen als Marketing- und Vertriebsleiter tätig. 2008 zog Klein für die FDP in den Bayerischen Landtag ein. Es ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Experte in Sachen Haushaltspolitik.
(Fotos: Gunnar Bartsch)